Taktische ESV-Meisterleistung sichert 2:0-Sieg

26.05.2019

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Freilassing sorgt für Top-Ausgangssituation in der Relegation gegen Simbach – Schimag und Hopf treffen für Pritzl-Elf

 

 

Freilassing. Dank einer taktischen Meisterleistung verschaffte sich der ESV Freilassing in Relegationsspiel eins gegen den ASCK Simbach – es geht um den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga – eine hervorragende Ausgangssituation fürs Rückspiel. Die Eisenbahner setzten die Vorgaben ihres Trainers Franz Pritzl nahezu perfekt um und können guten Mutes in die Partie am morgigen Sonntag ab 19 Uhr am Inn starten. Mit das wichtigste Ziel – neben mindestens einem eigenen Treffer – gelang: Kein Gegentor kassieren. Denn bei nur einem Auswärtstreffer des ESV müsste die Elf um Coach Heiko Schwarz daheim dann schon vier Tore erzielen, denn es gilt der Europapokal-Modus.

 

Die Platzherren traten bis auf den wichtigen Daniel Leitz (Bauchmuskelriss) in Top-Formation an und erledigten die Angelegenheit bei Traum-Fußballwetter – nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage präsentierte sich der Donnerstagabend wolkenlos und warm – mit viel Ballbesitz. Rund 450 Zuschauer im ESV-Stadion sahen, wie die ganz in Blau aufgelaufenen Gastgeber die Kugel klug zirkulieren ließen, um schließlich hie und da einen gefährlichen Vorstoß in den gegnerischen Strafraum anzubringen. Nachdem Alex Fuchshuber einen starken Weitschuss vom Stapel gelassen hatte, den Keeper Patrick Kastner top zur Ecke klärte (3.), führte ein ESV-Angriff zur frühen Führung. Sascha Schimag rutschte perfekt in eine Freistoßflanke von Matej Kovac – 1:0 (6.). Vier Minuten drauf fiel fast der zweite Freilassinger Treffer: Eine Ecke von Viktor Vasas nahm der auffällige Enis Kuka in der Luft und mit dem Rücken zum Tor mit der Hacke, das Leder sprang an den zweiten Pfosten (10.). Von Anfang an monierte Gäste-Coach Heiko Schwarz, dass seiner Elf die nötige Abstimmung und Zusammenarbeit fehlte, vor allem zwischen Mittelfeld und Viererkette.

 

 

 

 

Der ESV war im Spiel, nun folgten jedoch 20 Minuten Leerlauf, ehe Enis Kuka von Kapitän Denis Krojer bedient wurde und einen 18 Meter-Schuss vom Stapel ließ. Gäste-Goalie Andreas Brenzinger hechtete spektakulär und erfolgreich (30.). Simbach wetterte 100 Sekunden später nicht ohne Grund gegen Schiri Richard Conrad, nachdem Benjamin Schlettwagner die Kugel über die Linie bugsierte hatte – denn die vom Referee geahndete Torhüter-Behinderung lag eher nicht vor (32.). Glück für Freilassing, das durch Vasas (34./drüber) und Schimag (38./Latte) noch vor der Pause auf 2:0 hätte erhöhen können.

 

Der Seitenwechsel änderte am Gesamtbild kaum etwas, der ESV setzte sein Ballbesitz-Spiel fort, Schimag blieb allein vor dem Tor an Goalie Brenzinger hängen (48.). Die Viererkette mit Gerit Kluth, Fabio Hopf, Sebastian Mayer und Denis Krojer arbeitete perfekt zusammen und ließ den Gegner lediglich bis zur Sechzehnerlinie vordringen. Und fand doch mal ein Ball den Weg durch den Freilassinger Riegel, hielt Kastner fantastisch – so, wie in Minute 66 gegen Schlettwagner. Ein wuchtiger Kopfball des kleinsten Spielers auf dem Feld, Kevin Grobauer, rauschte nach einer Ecke von Haris Sistek knapp drüber (73.).

 

Der ESV antwortete just in dieser etwas gefährlicheren Phase perfekt, denn Simbach war nun drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen: Das 2:0 erzielte zwar Fabio Hopf, gehörte jedoch mindestens zu gleichen Anteilen Viktor Vasas. Der quirlige Offensive hatte dem verteidigenden Jakob Nüßlein zehn Meter vor dem Kasten und parallel zur Sechzehnerlinie laufend die Kugel abgeluchst, behauptete sich schließlich noch gegen den energisch eingreifenden Jens Maser, um die Kugel letztlich perfekt auf Hopf abzulegen. Der zog aus 18 Metern direkt ab und fand die Lücke an drei Simbachern vorbei ins kurze Eck (78.).

 

 

Die Gäste konnten den Zwei-Tore-Rückstand kaum fassen und gingen nun teils zu aggressiv zu Werke: Der bei den Simbachern von Anfang an scharf angegangene Unparteiische – mitunter nicht unberechtigt – ließ sich mit seinen Verwarnungen in Gelb lange Zeit und griff erst nach dem Pausentee so richtig durch. Am Ende war die halbe Gäste-Elf vorbelastet. Doch einen Ausschluss gab es auf der anderen Seite: Fabio Hopf flog nur drei Minuten nach seinem so wichtigen Treffer und einem Foul auf der Mittellinie mit Gelb-Rot vom Platz. Er fehlt seinem Team somit im Rückspiel. Kurios: Der ESVler hatte am drittletzten Bezirksliga-Spieltag beim 2:1 gegen Baldham-Vaterstetten glatt Rot gesehen und war am Donnerstag erstmals wieder mit dabei gewesen. In der Nachspielzeit hätte der Sekunden zuvor eingewechselte Marius Tugui mit seiner ersten Ballberührung fast das spektakuläre 3:0 aus über 20 Metern erzielt.

 

Die Eisenbahner brachten die Partie ohne Gegentor über die Ziellinie, ein Sonderlob verdiente sich der tadellose ESV-Keeper Patrick Kastner, der nach dieser Saison zurück nach Eugendorf geht.

 

„Das 2:0 ist ein Traumergebnis“ ESV-Coach Franz Pritzl meinte nach dem Spiel: „Bis zum Sechzehner war Simbach gefährlich. An und für sich hatten sie aber wenige wirklich gute Chancen. Wir hatten zu Beginn ein wenig Pech, mit Pfosten- und Lattenschüssen. Das 2:0 ist ein Traumergebnis für uns, das Wichtigste war, kein Gegentor zu bekommen. Auswärts machen wir eigentlich immer einen Treffer, darum bin ich für das Rückspiel sehr optimistisch. Auch, weil wir keine neuen Verletzten haben.“

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