2:0-Sieg: Auftakt nach Maß für Kastl, Freilassing zeigt nach vorne zu wenig

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16.7.2026
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Christina Aicher
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Christina Aicher

Auftakt nach Maß für den TSV Kastl, Dämpfer für den ESV Freilassing: Die Crew von Martin Göppinger hat das Eröffnungsspiel der Fußball-Landesliga Südost am Donnerstagabend im Max-Aicher-Stadion mit 2:0 für sich entschieden. Damit bescherten die Gäste ihrem neuen Cheftrainer einen Top-Einstand. Goran Roksandic auf der anderen Seite musste hingegen eine Niederlage in seinem ersten Pflichtspiel auf der Kommandobrücke der Grenzstädter hinnehmen.

Bevor der gute Schiedsrichter Torsten Wenzlik (TSV Velden) die Partie anpfiff, sorgte der ESV für einen würdevollen Rahmen zur offiziellen Landesliga-Eröffnung. Die Stadtkapelle spielte auf, die Böllerschützen ließen es knallen. Zudem präsentierte Moderater Manuel Buckel alle Vereine der Südost-Staffel. Hierfür waren Vertreter der Klubs angereist. Klar wurde: Die Ziele der Mannschaften sind unterschiedlich, dafür wurden häufig die selben Favoriten für die neue Runde genannt. So etwa Bayernliga-Absteiger Türkgücü München, der TSV Murnau, der TSV Grünwald oder der VfB Hallbergmoos.

Rückkehrer Fuchshuber trifft zum 1:0 für den TSV

Das Derby war zunächst geprägt von vorsichtigem Abtasten, Fehlpässen und Abseitsstellungen. Keines der beiden Teams kam zwingend nach vorne. So waren die Versuche aus der Distanz vom Neu-Kastler Alexander Fuchshuber (9.) und Freilassings Raul Miclos (11.), die klar vorbeigingen, die gefährlichsten Szenen in den ersten Minuten. Der erfahrene Neuzugang beziehungsweise Rückkehrer der Gäste sorgte überhaupt vor allem in Durchgang eins auf der linken Außenbahn für Schwung. So war es dann auch der 32-Jährige, dem mit der ersten richtigen Chance des Spiels die Führung gelang. Nach schönem Pass hinter den Rücken der ESV-Abwehr war Michael Renner auf rechts durch. Der Stürmer flankte flach in die Mitte, Keeper Matej Markovic ließ nur abprallen, Fuchshuber zog am Elfmeterpunkt ab – 0:1 (14.). „Ich hatte den richtigen Riecher. Ein wichtiges Tor fürs ganze Spiel“, freute sich Fuchshuber nach dem Match.

Der Schock über den Rückstand war den Freilassingern anzumerken. Zwar erholten sie sich langsam und kamen auch vors Tor, jedoch ohne eine Top-Chance herauszuspielen. Anders der TSV, der erneut eiskalt zuschlug. Kaan Coskun brachte Manuel Schwaighofer zu Fall, der Gefoulte selbst trat zum fälligen Freistoß von halbrechts an und brachte den Ball in den Strafraum. Dort stieg Samuel Stutz, Sohn von Wacker-Burghausen-Legende Manfred Stutz, am höchsten und markierte das 2:0 für die Göppinger-Elf (21.). Wieder sah Goalie Markovic alles andere als glücklich aus.

Unter den 450 Zuschauern war auch BFV-Verbandsspielleiter Andreas Mayländer aus Teisendorf, der sich auf Frage von Buckel über das „Heimspiel“ freute. ESV-Vorsitzender Alexander Gertzen war vom "schönen Ambiente im Max-Aicher-Stadion begeistert. Er zeigte sich auch stolz über die „tolle Nachwuchsarbeit“ im gesamten Verein – spartenübergreifend.

Oberreiter mit der Top-Chance nach der Pause

Nach Wiederanpfiff wäre Kastl beinahe der schnelle dritte Treffer gelungen – erneut mit Unterstützung vom Goalie der Grenzstädter, der den Ball direkt in die Füße von Timo Oberreiter spielte, welcher die Chance jedoch versiebte (48.). Schließlich wurden die Gastgeber stärker. Bei einem flachen Freistoß von Timo Portenkirchner kurz vor dem Strafraum war Schlussmann Andreas Peller zur Stelle (55.). Top-Goalgetter Portenkirchner versuchte es außerdem per Kopf – vorbei (58.). Gegenüber trat Schwaighofer zum Freistoß aus 20 Metern an. Markovic parierte per Flugeinlage (62.). In Minute 77 tänzelte der eingewechselte Rodi Hussein seine Gegner schön links im Strafraum aus und legte für Portenkirchner auf, der am Elfmeterpunkt abzog – drüber.

Hüben wie drüben kam es noch zu Gelegenheiten. So hätte etwa Tobias Frisch nach Vorarbeit von Timo Hofer in Minute 85 den Anschlusstreffer erzielen können. Bei einem Erfolg wäre es womöglich nochmal spannend geworden. Aber auch Kastl hätte durch den ein oder anderen Konter nachlegen können – oder sogar müssen. Timo Oberreiter scheiterte beispielsweise alleine vor Markovic an dem Keeper (89.).Letztendlich war’s ein verdienter Erfolg der Gäste. Freilassing zeigte „nach vorne zu wenig“, fasste es Roksandic nach der Begegnung zusammen. Ähnlich sah es ESV-Kapitän Simon Schlosser: „Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt.“ Zudem lobte der Spielführer die Kastler als „stabile und körperlich robuste Mannschaft“.

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