Bekommt der ESV die Ex-Profis in den Griff? – Karger und Lappe mit München-Lerchenau zu Gast

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17.10.2026
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Lukas Zehendner
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Lukas Zehendner

Es ist schon eine Durststrecke, die der ESV Freilassing derzeit in der Fußball-Landesliga Südost zu überstehen hat. Das jüngste 1:1 beim FC Moosinning war für die Elf von Goran Roksandic die achte sieglose Begegnung hintereinander. Höchste Eisenbahn beim Tabellen-13. die Wende einzuleiten. Doch mit dem Sechsten SV Nord München-Lerchenau gibt am Samstag, 17. Oktober (16 Uhr), ein Team seine Visitenkarte im Max-Aicher-Stadion ab, das alles andere als eine Laufkundschaft ist.

Die „sehr guten“ 60 Minuten in Moosinning stimmen den Übungsleiter der Grenzstädter optimistisch. „Wir haben eine gute Woche hinter uns und ordentlich trainiert. Ich glaube, dass es bei uns in eine positive Richtung gehen kann“, hofft der 40-Jährige. Große Umstellungen im Training nahm der Kroate nicht vor, das Hauptaugenmerk lag auf Ballbesitz. „München-Lerchenau ist für Mittelfeldpressing bekannt. Ich erwarte daher, dass das der Gegner auch bei uns auf den Platz bringen wird“, so Roksandic.

Seine Mannschaft habe grundsätzlich ein extrem wichtiges Match vor der Brust. Denn die Eisenbahner sollten dringend wieder dreifach punkten, liegen sie doch gerade mal einen Zähler vor dem ersten Abstiegs-Relegationsplatz. Für das Vorhaben Heimsieg bedarf es jedoch viel Energie und Intensität gegen eine Münchner Truppe, die viel Qualität mitbringt. Für diese sorgen insbesondere zwei Ex-Profis: Nico Karger (33 Jahre) lief schon bei den Münchner Löwen in Liga 2 auf und bringt zudem zahlreiche Bayernliga-Erfahrung (FC Deisenhofen, TSV Landsberg und zuletzt FC Pipinsried) mit. Und dann gibts da noch „Oldie“ Karl-Heinz-Lappe (39), den man aus Zweitligazeiten beim FC Ingolstadt kennt. Der jetzt spielende „Co“, der mit Headcoach Peter Zeußel das Trainerduo in Lerchenau bildet und die Kapitänsbinde trägt, stand zuvor in der Regionalliga (FC Bayern München II, FSV Mainz 05 II, Türkgücü München sowie TSV Buchbach) auf dem Feld. So ist es nicht verwunderlich, dass beide Angreifer auch in Liga 6 ihre Torgefährlichkeit unter Beweis stellten. Mit je 13 Treffern machten Karger und Lappe im ein oder anderen Match den Unterschied.

Gegner mit Intensität und Aggressivität unter Druck setzen

Die Freilassinger müssen sich also insbesondere in der Defensive auf einen ordentlichen Berg Arbeit einstellen, möchten sich jedoch laut Roksandic auf ihr eigenes Spiel fokussieren. Die beste Lösung sei es, 90 Minuten lang in Ballbesitz zu bleiben. „Das ist natürlich nicht möglich. Doch wir wollen versuchen, den Gegner mit unserer Energie, Intensität und Aggressivität unter Druck zu setzen.“ Mit dem wiedergenesenen Tobias Schindler, der bereits wieder zweimal im Einsatz war, kann der Coach auf eine wichtige Säule in der Hintermannschaft setzen, die für Stabilität sorgen soll.

Außerdem ist ESV-Kapitän Simon Schlosser zurück. Und auch Rodi Hussein ist nach seiner Verletzung wieder im Kader. Ob es gleich für die Startformation reicht, müsse man abwarten. Dafür stehen die Hofer-Zwillinge (privat verhindert) nicht zur Verfügung. Und auch Tim Bageritz und Tobias Frisch können verletzungsbedingt noch nicht eingreifen. Zudem fehlt Moritz Seybold rotgesperrt.

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