Branislav Aleksic erwartet „umkämpftes Spiel“: ESV Freilassing bekommt es mit Wacker München zu tun

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1.5.2026
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Lukas Zehendner
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Lukas Zehendner

Der jüngste Punktgewinn bei der SpVgg Unterhaching II (1:1) könnte für den ESV Freilassing in Sachen Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga Südost noch Gold wert sein. Am 32. und damit drittletzten Spieltag gibt der Rangelfte aus der Grenzstadt (36 Punkte) am morgigen Samstag um 16 Uhr seine vorletzte Heimvorstellung der Saison gegen den Rang-14. FC Wacker München (34) ab. Beide Mannschaften stehen aktuell bei zehn Saisonsiegen, die Eisenbahner holten zwei Unentschieden mehr.

Eisenbahner gehen mit „breiter Brust rein“

Nicht nur aufgrund des jüngsten Zählers in Neuried, sondern auch wegen der gezeigten Auftritte in den vergangenen fünf, sechs Auseinandersetzungen können die Freilassinger laut 2. Abteilungsleiter Branislav Aleksic durchaus mit Selbstvertrauen im Max-Aicher-Stadion auflaufen. „Das gibt uns schon Mut. Wir haben eine gewisse Bestätigung bekommen, dass wieder was drin ist – somit gehen wir mit breiter Brust rein“, betont der Spartenchef. Wie vor jeder Auseinandersetzung peilt der ESV drei Punkte an.

Aleksic rechnet gegen die Blausterne, dass das Match „mit Sicherheit hart umkämpft sein wird“. Für beide Mannschaften stehe viel auf dem Spiel. Jeder habe nämlich die Möglichkeit, mit einem Dreier einen relativ großen Schritt Richtung Klassenerhalt zu gehen. Personell siehts bei den Freilassingern sehr gut aus. „Wir können fast aus dem Vollen schöpfen“, weiß der Spartenchef. Mittlerweile könne man auch wieder auf ein paar Rückkehrer wie Tim Bageritz, der langsam an seine gewohnte Leistung herankommt sowie Marius Koller zurückgreifen. Letzterer musste in Traunstein verletzungsbedingt noch ausgewechselt werden, zuletzt war er allerdings wieder einsatzbereit. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit einer guten Mannschaft auflaufen werden“, so Aleksic.

Nur Rang 14 im Heimklassement

In Sachen Bilanz auf eigenem Rasen hat der ESV definitiv noch Nachholbedarf. Mit sechs Erfolgen, einer Punkteteilung sowie acht Niederlagen befindet man sich gerade mal auf Rang 14 im Heimklassement. Eine schwächere Bilanz weisen da lediglich der SB Chiemgau Traunstein, TSV Eintracht Karlsfeld, SV Dornach sowie Schlusslicht SVN München auf. So oder so würde den Eisenbahnern Heimsieg Nummer sieben am Wochenende sehr gut zu Gesicht stehen. Noch dazu gibt ein Gegner seine Visitenkarte in der Grenzstadt ab, der keine rosige Auswärtsbilanz aufweist und in diesem Ranking auch nur auf Rang 14 zu finden ist. Der Jugendverein von Champions-League- und UEFA-Cup-Sieger Didi Hamann, der beim FC Liverpool Englischer Meister und Pokalsieger wurde und auch beim FC Bayern München den ein oder anderen Titel einheimste, nahm dreimal die volle Ausbeute mit. Ansonsten stehen zwei Unentschieden sowie bereits zehn Niederlagen zu Buche.

Nun kommt das große Aber: Der letzte Freilassinger Dreier ist bereits über einen Monat her. Damals gewann man vor heimischer Kulisse mit 1:0 gegen den FC Unterföhring. Seitdem notierte die Crew von Albert Deiter drei Niederlagen sowie zwei Remis. Anders sieht die Formkurve bei den Blausternen aus. Die Elf von Fabian Lamotte arbeitete sich Stück für Stück aus dem Keller und feierte nach der empfindlichen 0:4-Niederlage in Traunstein drei Siege am Stück. Dabei hielt man insbesondere die direkten Konkurrenten Karlsfeld, Dornach oder das ebenfalls noch nicht gerettete Unterföhring in Schach. Noch dazu scheint man die Problemzone Defensive mit 81 Gegentreffern – Freilassing hat 63 – zuletzt immer besser in den Griff zu bekommen. In den jüngsten drei Partien stand zweimal immerhin die Null.

Timo Portenkirchner Matchwinner im Hinspiel

In Sachen Goalgetter hat Freilassing klar die Nase vorn. Timo Portenkirchner hält aktuell bei 26 Einschüssen und erzielte damit exakt die Hälfte aller 52 Freilassinger „Buden“. Mit seiner aktuellen Ausbeute steckt der 25-Jährige numerisch die besten Wacker-Torschützen Armando Tischer (9), Norbert Bzunek (8) sowie Severin Buchta (5) problemlos in die Tasche. Der ESV-Goalgetter avancierte auch im ersten Aufeinandertreffen an der Demleitnerstraße zum Matchwinner. Er erzielte nicht nur die Freilassinger Führung nach 21 Minuten. Nachdem Jannik Bosnjak kurz vor der Halbzeitpause egalisierte, legte Portenkirchner unmittelbar nach dem Seitenwechsel den zweiten Treffer in Minute 49 nach, was letztlich zum 2:1-Auswärtssieg genügte. Einen ähnlichen Ausgang – sowie die Torgefährlichkeit des Goalgetters wünscht man sich aus Sicht der Grenzstädter natürlich auch diesmal.

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