Freilassinger Kopfzerbrechen über Aubinger Schnelligkeit – 2:3 bedeutet siebte Heimniederlage

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18.4.2026
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Hans-Joachim Bittner
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Hans-Joachim Bittner

Der ESV Freilassing tritt mal wieder auf der Stelle: Gegen den SV Aubing kassierten die Eisenbahner die dritte Niederlage in Folge, die siebte daheim insgesamt in der Fußball-Landesliga Südost. Das 3:2 für die Gäste im Max-Aicher-Stadion mutete durchaus verdient an, vor allem deren Schnelligkeit bereitete der Elf von Coach Albert Deiter Kopfzerbrechen. Der konnte auf die angeschlagenen Georg Wieser, Christian Niederstraßer und Timo Portenkirchner zurückgreifen, nur Max Streibl musste passen.

Fünf Minuten ließen die Münchner ihre Gastgeber warten, ehe sie sich nach dreimaliger Aufforderung durchs Referee-Duo ebenfalls aufs Grün bemühten. Schließlich vergingen zwei weitere Sinnlos-Minuten, da sich SVA-Kapitän Vendim Sinani außerstande sah, seine Spielführerbinde – das gehört im Grunde zur Spiel-„vor“-bereitung nicht nur eines Landesliga-Leaders – selbst anzulegen und Keeper Alexander Ladich extrem viel Zeit hatte, seinen Torraum nach seinen Wünschen herzurichten. Freilich hätte Referee Daniel Schneider mehr Druck ausüben können, drückte jedoch beide Augen zu. Mit etlicher Verspätung ging’s vor rund 250 Zuschauern also los, kurioserweise präsentierte sich die Aubinger Startelf sofort hellwach und riss die Partie an sich. Es war rasch klar, dass das erneut ein schwieriger Gegner für die Heimischen in Blau werden sollte. Mit den blitzschnellen Angriffen hatte die ESV-Crew sichtlich Probleme, gefühlt agierte Aubing mit einem Fünf-Mann-Sturm, aus dem Faris Hero herausstach. Bei Freilassing arbeitete sich Simon Hafner auf der linken Angriffsseite als Alleinunterhalter auf. Nach einer Ecke von Markus Prechtl kam der 19-Jährige aus dem Rückraum herangerauscht und zog ab – fast wäre die mehrfach abgefälschte Kugel ins lange Eck getrudelt (21.).

Das Manko: Kaum agierte Freilassing etwas mutiger, wurde das sofort mit Umschaltspiel im Eiltempo bestraft – kurz vor der Pause mit dem Rückstand: Nachdem ESV-Keeper Matej Markovic einen 35-Meter-Kracher von Leo Tomic zuvor noch mit den Fingerspitzen zur Ecke geklärt hatte (28.), war er gegen den allein auf ihn zustürmenden Faris machtlos – 0:1 (42.). Der Zucker-Pass durch die Gasse war von Tomic gekommen, nur eine Minute drauf hätte Faris fast nachgelegt, Markovic parierte erneut stark. Quasi mit dem Pausenpfiff hätte Mark Kremer aus drei Metern trotzdem beinahe ausgeglichen, Ladich warf sich in den Abschluss (45.+1).

Tobias Frisch staubt aus kurzer Distanz zum 1:1 ab

Der zweite Durchgang kam noch recht jungfräulich daher, als der soeben eingewechselte Tobias Frisch mit einer Direktabnahme aus kurzer Distanz zum 1:1 abstaubte (51.). Stark vorbereitet hatte Hafner, jetzt von rechts und von zwei Mann bedrängt, das Zuspiel aus dem Mittelreis war von Kremer gekommen. Keine 100 Sekunden drauf antwortete Aubing mit der erneuten Führung: Große Abstimmungsprobleme in der ESV-Hintermannschaft ließen Artin Shamolli völlig frei vor Markovic sicher verwerten – 1:2 (53.). Es war jetzt die interessanteste Phase der Partie, es ging rauf und runter, und noch einmal kam der ESV dem Ausgleich nah: Wieder Hafner von rechts, Ladich ließ die Kugel aus, Kremer staubte aus einem Meter ab, Innenpfosten (58.) – eine Hundertprozentige.

Die Entscheidung fiel ebenfalls durch einen Blitzkonter, den Milonga Jose allein auf weiter Flur zum 1:3 abschloss (82.). Das Bogenlampen-2:3 (90.+6) per Kopf durch den unermüdlich kämpfenden Kremer kam zu spät. Ein gut halbstündiges Comeback feierte Tim Bageritz nach langer Verletzungszeit. Weiter geht’s für den ESV schon am Mittwoch, 22. April, 19 Uhr, mit dem Derby-Nachholtermin beim SB Chiemgau Traunstein.

ESV Freilassing: Markovic, Niederstraßer (46. Frisch), Wieser, Bischoff, Kremer, Krein (83. Spatzenegger), Prechtl (80. Hussein), Schindler, Schlosser, Portenkirchner, Hafner (64. Bageritz).

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