Vor 100 Zuschauern im Sportpark Isarau gings kampfbetont los, wobei Gäste-Kapitän Simon Schlosser nach Foul früh verwarnt wurde (3.). Der erste zwingende Angriff der „Ufos“ saß gleich: Erik Baer tankte sich auf der linken Seite durch, sein Schuss wurde zunächst noch geblockt. Die Kugel gelangte daraufhin zu Daniel Gaedke, der sich aus 17 Metern ein Herz fasste und sie humorlos in die Maschen donnerte (6.). Die Führung gab den Hausherren Auftrieb, die unmittelbar danach die nächste gute Gelegenheit durch Razvan Marian notierten – vorbei (9.).
Freilassing fand offensiv noch keinen Zugriff. Anders die Hausherren, die durch den auffälligen Marian auf der rechten Seite den nächsten Hochkaräter verbuchten. Auch diesmal zischte das Leder nur knapp vorbei (19.). Dann meldete sich auch der ESV offensiv mal an. Nach Foul an Timo Portenkirchner trat Rodi Hussein zum Freistoß an, sein Versuch aus 17 Metern landete jedoch in der Mauer (23.). Die Gastgeber wirkten insgesamt einfach griffiger und wacher. Einen kurz ausgeführten Freilassinger Eckball von Timo Hofer fing Baer ab, sprintete auf der linken Seite übers halbe Feld und kam sogar noch zum Abschluss, der jedoch nicht von Erfolg gekrönt war (25.).
Die nächste FCU-Großchance ließ nicht lange auf sich warten: Nach einem Freistoß schickte Gaedke Vitus Asam rechts, der flankte in der Mitte, wo Kapitän Darius Awoudja an die Kugel kam – Goalie Matej Markovic musste in höchster Not retten (26.). Doch die Kicker aus dem Medienstandort belohnten sich dann doch noch mit dem überfälligen 2:0. Nach starker Vorarbeit von Marvin Kretzschmar über links schirmte Gaedke das Leder geschickt im Fünfmeterraum ab, legte es zurück auf Baer, der direkt abzog und flach links einnetzte (32.).
Das verunsicherte die Eisenbahner nur noch mehr, die viele einfache Ballverluste produzierten. Vor allem den quirligen Marian bekamen sie nicht in den Griff. Timo Hofer wusste sich gegen ihn im Strafraum nur per Foul zu helfen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Gaedke sicher – Markovic ahnte zwar die Ecke, doch der Schuss war zu platziert (39.). Und es wurde noch bitterer für Freilassing: Unmittelbar nach dem Anstoß folgte der nächste Ballverlust, Baer zog aus der Distanz einfach mal ab und wuchtete die Kugel zum 4:0-Halbzeitstand ins Netz (40.).
Wer in Durchgang zwei dachte, dass der ESV zur Aufholjagd blies, wurde getäuscht. Nach Foul von Awoudja an Georg Wieser probierte es zwar Portenkirchner per direktem Freistoß – sein Flachschuss ging jedoch knapp vorbei (57.). Wie das mit dem Toreschießen funktioniert, demonstrierten die Gastgeber: Gaedke wurde steil geschickt und behielt allein vor Markovic die Ruhe – Dreierpack perfekt (59.). Danach verflachte die Partie, Unterföhring verwaltete und ließ den ESV nur noch einmal gefährlich vors Tor kommen. Husseins Distanzschuss wehrte der an diesem Abend wenig geprüfte Lorenz Neff ab (83.).
„Es sind immer kampfbetonte Spiele in Unterföhring, trotzdem darfst du da nicht so untergehen“, betont Unterhuber. Nun heiße es, die Dinge besser zu machen und wieder neu anzugreifen. „Ich denke schon, dass wir zurückkommen werden.“ Grundsätzlich mahnt der Freilassinger „Co“ zur Ruhe. „Wir stehen insgesamt trotzdem nicht so schlecht da.“
ESV Freilassing: Markovic, Miclos (46. Gendel), Wieser, Hussein, Tafilaj, Frisch (46. Niclas Hofer), Coskun (46. Krein), Prechtl (71. Bajgora), Timo Hofer (71. Seybold), Schlosser, Portenkirchner.