Wie hätte es auch anders sein können: Die SpVgg Unterhaching II und der ESV Freilassing haben sich in der Fußball-Landesliga Südost 1:1 getrennt. Und die Treffer vor 100 Zuschauern in Neuried markierten jeweils die Torjäger – zunächst brachte der Ex-Grünwalder Laris Stjepanovic die Hausherren mit seinem 27. Saisontor in Führung, die Freilassings Goalgetter Timo Portenkirchner mit seiner 26. „Bude“ egalisierte. „Wenn man das ganze Spiel betrachtet, geht das Ergebnis in Ordnung. Wir hatten zum Schluss allerdings noch einen Lattenkracher, bei dem der Ball auf die Linie fällt – schade“, betont Gäste-Übungsleiter Albert Deiter.
Der 39-Jährige bot nahezu dieselbe Startformation wie zuletzt im Nachholderby unter der Woche beim SB Chiemgau Traunstein (3:3) auf. Lediglich für den angeschlagenen Marius Koller – er wurde dann in der 71. Minute für Mark Kremer eingewechselt – rückte Rejan Kryezi in die erste Elf.
In Durchgang eins zog die Heimmannschaft von Trainer Thomas Kasparetti die Zügel an und war komplett überlegen. „Da hat man auch gemerkt, dass uns das Spiel vom Mittwoch noch in den Knochen steckt“, betont der ESV-Coach. Seine Schützlinge haben insgesamt etwas gebraucht, um reinzufinden. „Wir waren in den Zweikämpfen immer einen Schritt zu spät.“ Nach den ersten 45 Minuten stand es dennoch torlos – auch, da Hachings Stjepanovic kurz vor der Halbzeitpause einen Hochkaräter an die Latte donnerte.
Das mit den Treffern änderte sich dann in Durchgang zwei, in dem sich auch die Grenzstädter steigerten und hinten nur wenig zuließen. Den ersten Treffer markierten allerdings dann doch die Gastgeber: Freilassings Torwart Matej Markovic unterlief nach einer Stunde ein folgenschwerer Fehler, den Stjepanovic im Stile eines Torjägers zum 1:0 für die Vorstädter nutzte. Doch die Eisenbahner hatten die passende Antwort parat. Portenkirchner kam im Sechzehner zum Abschluss, sein Versuch landete zwar zunächst am Pfosten, doch der Freilassinger Torjäger reagierte blitzschnell und staubte zum Ausgleich ab (72.).
Die Gäste schnupperten sogar noch am Auswärtssieg. Kurz vor Schluss gab’s nochmal Ecke, Tobias Schindler kam zum Kopfball, verlängerte auf den langen Pfosten, Maximilian Streibl kam an die Kugel und hämmerte sie an die Latte – das Leder sprang auf die Linie und prallte von dort wieder raus. „Diese Chance muss ich noch verarbeiten, das wäre die Revanche gewesen“, sagt Deiter. Im Hinspiel hatten die Grenzstädter ja trotz 2:0-Führung am Ende durch ein spätes Eigentor von Georg Wieser noch mit 2:3 den Kürzeren gezogen. „Den Punkt nehmen wir gerne mit, es gibt nicht viele Teams, die hier was holen.“
ESV Freilassing: Markovic, Wieser, Bischoff, Streibl, Kremer, Kryezi (67. Bageritz), Krein (59. Frisch), Schindler, Schlosser, Portenkirchner, Hafner (67. Prechtl)