Die Sommerferien sind vorbei, die Plätze im Badylon füllen sich wieder – und damit beginnt auch für unsere Jugendmannschaften die neue Fußballsaison.
Von den Bambinis bis hin zu unseren älteren Jugendmannschaften sind wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche für den ESV Freilassing am Ball. Woche für Woche sorgen unsere Trainer und Betreuer dafür, dass auf den Plätzen nicht nur Fußball gespielt wird, sondern vor allem auch Gemeinschaft entsteht.
Dabei wollen wir als Verein gar nicht in erster Linie auf Tabellenplätze oder Ergebnisse schauen. Natürlich freuen wir uns über Siege und sportliche Erfolge. Noch wichtiger ist uns aber, dass die Kinder gerne zum Training kommen, sich weiterentwickeln und möglichst lange Freude am Fußball und am ESV haben.
Ein schönes Beispiel dafür ist in dieser Saison unsere D-Jugend. Rund 65 Kinderspielen hier in drei Mannschaften. Von der D3 über die D2 bis zur D1, die in dieser Saison in der Kreisliga antritt, versuchen wir, für möglichst viele Kinder das passende sportliche Umfeld zu schaffen.
Dabei darf und soll es durchaus unterschiedliche Wege geben. Wer einfach gerne mit seinen Freunden Fußball spielt, soll beim ESV genauso seinen Platz finden wie Kinder, die mehr investieren und sich sportlich besonders weiterentwickeln möchten.
Gerade ab der D-Jugend wächst deshalb auch der sportliche Anspruch. In unseren leistungsorientierten Mannschaften versuchen wir, Spieler mit entsprechendem Potenzial gezielter zu fördern und ihnen zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Anspruchsvollere Trainingsinhalte, individuelle Förderung und – wo es sinnvoll und organisatorisch möglich ist – zusätzliche Trainingseinheiten gehören dazu. In den 1er-Mannschaften können so teilweise auch drei Einheiten pro Woche zusammenkommen.
Dabei geht es uns nicht darum, möglichst früh möglichst viel Druck aufzubauen. Wir möchten vielmehr den Kindern und Jugendlichen, die Lust darauf haben und die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen, die Möglichkeit geben, mehr aus sich und ihrem Fußball herauszuholen. Breitensport und gezielte Förderung sind für uns deshalb kein Widerspruch, sondern gehören zusammen.
Bei unseren jüngeren Mannschaften steht dagegen ganz klar das Spielen und Ausprobieren im Mittelpunkt. Freude am Ball, Bewegung und viele kleine Spielformen sollen den Kindern den Einstieg in den Fußball ermöglichen. Unser Grundgedanke bleibt dabei: „Kein Kind soll verloren gehen.“ Mit zunehmendem Alter können dann Technik, Spielverständnis, taktische Inhalte und auch der sportliche Anspruch Schritt für Schritt wachsen.
Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf diejenigen, die Woche für Woche mit den Kindern auf dem Platz stehen. Deshalb haben wir in diesem Jahr unsere Trainer im Kinderfußball im Rahmen des Kindertrainer-Zertifikats des Bayerischen Fußball-Verbandes weiterqualifizieren lassen. Der Lehrgang wurde direkt bei uns beim ESV durchgeführt und verband Online-Lernphasen mit Praxistagen auf unserem Vereinsgelände.
Das macht natürlich aus niemandem über Nacht den perfekten Trainer. Aber es hilft uns, die eigene Arbeit immer wieder zu hinterfragen, neue Ideen mitzunehmen und gerade im Kinderfußball möglichst altersgerecht zu trainieren.
Denn am Ende bemisst sich gute Jugendarbeit für uns nicht allein daran, wer am Wochenende gewinnt oder in welcher Liga eine Mannschaft spielt. Mindestens genauso wichtig ist die Frage, wie viele Kinder auch einige Jahre später noch mit Begeisterung Fußballspielen –und sich beim ESV zuhause fühlen.
Dass wir inzwischen über 230 Kinder und Jugendliche in insgesamt 15 Jugendmannschaften begleiten dürfen, freut uns sehr – und darauf sind wir natürlich auch ein bisschen stolz. Gleichzeitig bringt diese Entwicklung Herausforderungen mit sich. Trainingszeiten, Platzbelegung, Mannschaftseinteilungen und die Suche nachgenügend engagierten Trainern werden dadurch nicht einfacher. Vieles funktioniert nur, weil zahlreiche Menschen ihre Freizeit investieren und Eltern an vielen Stellen mithelfen.
Deshalb möchten wir zum Saisonstart ganz einfach Danke sagen: unseren Trainerinnen und Trainern, Betreuern, Eltern, Helfern und allen, die unsere Jugendarbeit unterstützen.
Und vor allem wünschen wir unseren Kindern und Jugendlichen eine Saison mit vielen schönen Spielen, neuen Erfahrungen, Siegen, die gefeiert werden dürfen, Niederlagen, aus denen man etwas mitnimmt – und vor allem ganz viel Spaß auf dem Fußballplatz.