ESV Freilassing hält zunächst gut mit, dann wird’s deutlich gegen Murnau

Erste

Icon Kalender
5.10.2026
Icon Autor/Verfasser
Hans-Joachim Bittner
Icon Kamera/Foto
Hans-Joachim Bittner

Die Landesliga-Partie des ESV Freilassing gegen Souverän-Spitzenreiter TSV Murnau war von Sekunde eins an auf Betriebstemperatur: Das hohe Tempo behielten beide Teams schließlich bis zum Schlusspfiff bei, was in erster Linie an den Gästen lag. Sie zelebrierten große Freude am Fußballspielen, kämpften Minute für Minute um jeden Meter und wollten Tore am Fließband erzielen.

Auf Platzherren-Seite gesellten sich zur prominenten Verletztenliste – jüngst kamen Tim Bageritz und Rodi Hussein mit schwerwiegenden Blessuren dazu – zudem Kapitän Simon Schlosser und der privat verhinderte Abwehrchef Georg Wieser.

Wetter zu schön: Nur 120 Zuschauer im Stadion

Die Zuschauerzahl im Max-Aicher-Stadion war an diesem Samstag spürbar zurückgegangen. Das mag einerseits am Feiertag, verbunden mit sehr schönem Spätsommerwetter, andererseits an den jüngsten Resultaten der „Eisenbahner“ mit 25 Gegentoren in den letzten sechs Spielen (ein Remis, fünf Niederlagen) gelegen haben. Rund 120 Interessierte durften jedoch verfolgen, wie Freilassing in der ersten Viertelstunde auf Augenhöhe mit dem großen Favoriten agierte. Markus Prechtl setzte in der 6. Minute das erste Ausrufezeichen allein vor TSV-Goalie Fabio Grund, der Schuss kullerte Zentimeter am langen Eck vorbei.

Nach einem munteren Auftakt-Hin- und Her übernahm die Elf vom Staffelsee nach 20 Minuten das Kommando und gab es bis zum Ende nicht mehr ab. Für den ersten guten Torschuss benötigten sie allerdings 24 Minuten: Georg Kutter, Murnaus Auffälligster, setzte die Kugel haarscharf am zweiten Pfosten vorbei.

Starkes Solo von Moritz Seybold, doch es folgt ein Konter...

Kurios wurde es 180 Sekunden später: Ein starkes Solo von Moritz Seybold über den gesamten Platz inklusive gutem Abschluss bezahlten die ESVler mit dem bitteren 0:1. Denn aus Seybolds toller Aktion entwickelte sich ein Konter: Nachdem Fabian Erhard zunächst noch mit seinem Schuss an ESV-Tormann Matej Markovic gescheitert war, versenkte er die folgende Flanke von Kutter per Kopf (27.). Verhinderte Markovic das 0:2 dann bei einem wuchtigen Kopfball von Kutter gegen seine Laufrichtung (34.), klingelte es nur Augenblicke später erneut. Kutter legte ab auf Bastian Adelwart, der Ball rauschte ins lange Eck – 0:2 (35.).

Der ESV hatte sich zunächst tapfer gehalten, ein erster Schuss des erstmals als Kapitän aufgelaufenen Timo Portenkirchner aufs TSV-Tor war für Schlussmann Grund kein Problem (42.). Die Elf von Coach Goran Roksandic nahm sich in der Pause nochmal was vor, doch der zweite Durchgang begann suboptimal: Goalie Markovic räumte den auf ihn zustürmenden Kutter am Sechzehnereck ab, Elfmeter: Adelwart legte sich die Kugel zurecht und verwandelte sicher zum 0:3 (48.), die frühe Entscheidung. Denn Murnau dominierte nun klar, wollte nachlegen und stellte Freilassing vor große Aufgaben.

Abschluss-1:4 durch Joker Sanel Dacic

Jonas Schrimpf kam dem vierten Tor mit einem Kopfball an die Latte am nächsten (56.). Die ESV-Kräfte schwanden, die Einwechslung von Molos Bajgora führte mit dessen erster Ballberührung zumindest zum Ehrentreffer – 1:3 (67.) nach feinem Portenkirchner-Querpass. Für echte Hoffnung, das war deutlich sichtbar, war Murnau an diesem Nachmittag erwartungsgemäß jedoch zu abgeklärt. Untermauert durch das Abschluss-1:4 (90.+2) durch Joker Sanel Dacic nach Steckpass von Erhard. Zuvor hätte Portenkirchner (83.) sein Tor machen können. Ein Pressball flog am Kasten vorbei. Nochmal 100 Sekunden eher parierte Markovic bei der x-ten Murnauer Ecke zweimal stark (81.). Ein gut 20-minütiges Comeback nach langer Verletzungspause feierte auf ESV-Seite Tobi Schindler.

No items found.
No items found.

Weitere Beiträge