Freilassing. Beim ESV Freilassing scheint sich nach fünf Spieltagen in der Fußball-Landesliga Südost ein kleines Muster herauszukristallisieren. Dreimal gewannen die Grenzstädter bislang in der noch jungen Spielzeit, dreimal stand dabei hinten die Null. In den beiden anderen Partien zog man mit 0:2 den Kürzeren – und blieb somit ohne eigenen Treffer. Setzt sich dieser Trend auch am heutigen Freitag fort, wenn die drittplatzierten Eisenbahner um 19.30 Uhr zum Duell beim Zweiten Kirchheimer SC antreten? Mit einem Sieg könnte man am Kontrahentenvorbeiziehen, der einen Zähler mehr aufweist.
Selbstvertrauen gab der jüngste Freilassinger Heimerfolg gegen den VfB Hallbergmoos (3:0). Sehr zur Freude von Co-Trainer Thomas Unterhuber: „Wir sind als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Großes Kompliment an die Mannschaft. Sie hat über 90 Minuten gefightet und die taktischen Vorgaben perfekt umgesetzt, die wir vorm Spiel angesprochen haben.“ Dem „verdienten Sieg“ schließt sich 3:0-Torschütze Raul Miclos an: „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft. Jeder hat alles gegeben und dem anderen geholfen. Auch die Einwechselspieler haben alles reingeworfen.“
Eine ähnliche Performance werden die Eisenbahner auch im Münchner Nordosten an den Tag legen müssen, um Zählbares mitzunehmen. Mit vier Gegentreffern hat man gemeinsam mit dem VfB Forstinning und dem SB Chiemgau Traunstein, die übrigens exakt wie der ESV sechsmal eingenetzt haben, bis dato die wenigsten Gegentreffer kassiert. Doppelt so viele „Buden“ ließen da schon die Kirchheimer zu, die mit elf Treffern allerdings auch schon ihre Offensivqualitäten unter Beweis stellten. Die Elf von Ex-Bayern-Profi Maximilian Riedmüller, der mit 38 Jahren als Spielertrainer zwischen den Pfosten agiert, lag zuletzt zweimal beim SV Aubing vorne. Am Ende musste sie sich mit einem 2:2 begnügen.
Im direkten Vergleich steht’s zwischen dem KSC und dem ESV 2:2 nach Siegen. Freilassing revanchierte sich nämlich vor zwei Jahren für die 2:3-Heimniederlage mit einem 5:0-Auswärtsdreier. Und in der vergangenen Spielzeit behielt man daheim knapp mit 1:0 die Oberhand, während dann die Münchner Vorstädter beim 3:1 die Punkte behielten. Wer jubelt diesmal?