Traumsolo von Kurmehaj zieht ESV den Zahn: Bitteres 0:2 gegen den VfB Hallbergmoos

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2.4.2026
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Hans-Joachim Bittner
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Hans-Joachim Bittner

Ernüchterung im Max-Aicher-Stadion: Dem wichtigen 1:0 gegen Unterföhring folgte rasch die Ernüchterung. Gegen den VfB Hallbergmoos musste Fußball-Landesligist ESV Freilassing nur fünf Tage drauf eine bittere 0:2-Niederlage schlucken. Gleichwohl war’s vor rund 150 Zuschauern bis zum Schluss einmal mehr hochspannend.

Das Fehlen ihrer beiden Top-Stürmer Emil Kierdorf (16 Treffer) und Moritz Sassmann (11) ließen sich die Münchner Vorstädter nicht anmerken. In Durchgang eins gewannen die Gäste die Ballbesitz-Statistik klar, in Sachen gute Chancen geizten sie jedoch genauso auffallend wie die Kicker von Coach Albert Deiter. Der musste in seiner Startelf nur eine Änderung vornehmen: Für den weiter angeschlagenen Kapitän Simon Schlosser durfte Simon Hafner beginnen, Maximilian Streibl zog sich die Kapitänsbinde über den linken Arm.

Die Partie begann flott: Beim ESV war deutlich mehr Zug als zuletzt gegen Unterföhring drin, am Strafraum angekommen ging jedoch nichts mehr. Eine Viertelstunde war vorbei, da hätte Timo Portenkirchner allein vor VfB-Keeper Fabian Müske sein 22. Saisontor machen müssen, scheiterte allerdings mit links völlig frei aus 14 Metern am hellwachen Schlussmann. Elferalarm wurde acht Minuten später ausgelöst, nach einem Foul von Carl Opitz an Portenkirchner (23.), Referee Sebastian Thoma entschied sich gegen den Strafstoßpfiff. Eine Ecke von Florian Schmuckermeier auf der anderen Seite rutschte gefährlich für Thomas Unterhuber durch, der ESV-Goalie bekam die Hände gerade noch ans Leder (25.). Als kurz drauf Andreas Kostorz Tobias Frisch am Mittelkreis von hinten legte (29.), beorderte ihn Thoma für zehn Minuten auf die Bank. Die Ein-Mann-Überzahl konnte Freilassing allerdings nicht nutzen.

Gastgeber zu Beginn von Durchgang zwei eiskalt erwischt

Der zum Abwehrspieler umfunktionierte Tobias Schindler zog nach einem Hafner-Eckstoß kurz nach Wiederbeginn aus zehn Metern linker Box-Position ein wenig zu wild ab – weit drüber (47.). Statt eines traumhaften Starts in diesen zweiten Durchgang erwischte es die ganz in Blau gekleideten Kicker im direkten Gegenzug eiskalt: Ein Traumsolo von Arian Kurmehaj, der etliche ESVler austanzte und aus 16 Metern perfekt ins lange Eck vollstreckte, führte zum Schock-0:1 (48.) aus Freilassinger Sicht.

Der besonders bemühte Mark Kremer zog mit seinen Nebenleuten nun deutlich an, ein feines Solo des Offensivmanns war jedoch nicht von Erfolg gekrönt (54.). Es dauerte bis zur 78. Minute, ehe der zweite ESV-Ball, der erste nach der Pause, direkt aufs gegnerische Tor kam: Kremer zog mit voller Wucht aus 14 Metern ab, das Geschoss hätte genau neben den rechten Pfosten gepasst, doch Müske hechtete die Kugel spektakulär zur Ecke. Freilassing warf alles nach vorn und fing sich den entscheidenden Konter zur 0:2-Entscheidung: Streibl verpasste im Angriff ein Zuspiel von Hansi Spatzenegger, Schindler wollte gegen den durchgebrochenen Tobias Krause am Mittelkreis kein Rot riskieren und steckte zurück. Der Gäste-Angreifer hatte freie Bahn, umspielte noch Unterhuber und schob zum Endstand ein.

ESV Freilassing: Unterhuber, Wieser, Bischoff, Frisch (68. Spatzenegger), Streibl, Kremer, Kryezi (89. Bajgora), Prechtl (86. Niederstraßer), Schindler, Portenkirchner, Hafner (76. Hussein).

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