Bischoff-Traumtor zum Abschied – ESV befördert Garmisch mit 2:2 in die Bezirksliga

Erste

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16.5.2026
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Hans-Joachim Bittner
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Hans-Joachim Bittner

Mit einem 2:2-Heimremis zum Abschluss der Fußball-Landesliga Südost beförderte der seit zwei Wochen gesicherte ESV Freilassing den 1. FC Garmisch-Partenkirchen in die Bezirksliga – und entledigte sich somit seines am weitest entfernt liegenden Gegners.

Vom Anpfiff weg war das Bemühen der Gäste aus dem Werdenfelser Land zu erkennen, den drohenden Sturz eine Etage tiefer doch noch zu vermeiden. Die Eisenbahner mussten sich erst ein wenig reinfuchsen, da kam es nicht ungelegen, dass der FC kaum Gefahr versprühte. Den ersten Torschuss der Partie gab Timo Portenkirchner aus spitzem Winkel ab: Nachdem die Kugel bereits weg war, setzte der ESV-Top-Torjäger energisch nach und eroberte sie sich zurück – knapp am zweiten Pfosten vorbei (12.).

Der FC tat sich ab einer Viertelstunde immer schwerer über die Mittellinie zu kommen, es wurde offenbar, warum er als direkter Abstiegskandidat in die Grenzstadt gekommen war. Trotzdem verzeichnete die Elf von Coach Stefan Schwinghammer einen Pfostenschuss von Jonas Schrimpf: Er hatte sich nach einem starken Tiefenpass von Mouhamadou Ndiaye noch gegen drei Freilassinger durchgesetzt, leicht strauchelnd aber nicht mehr mit Druck abziehen können (19.). Der direkte Konter brachte fast das 1:0 durch den völlig freien Tobi Frisch, den Nachschuss setzte Simon Hafner drüber (20.).

Niederstraßer rettet mit Monstergrätsche die knappe Führung

Nach einer halben Stunde dann das Abschiedsgeschenk zweier Grenzstädter, die den Verein verlassen: Hackentrick Mark Kremer (zu Kirchanschöring) auf Felix Bischoff. Der nach Surheim zurückwechselnde Mittelfeldspieler zog aus der Drehung und spitzem Winkel sofort wuchtig ab und traf fulminant ins entlegene Kreuzeck – Traumtor, 1:0 (31.), Herzchen auf die Tribüne zu Mama Gabi. Eine Monstergrätsche von Christian Niederstraßer, der in seinem letzten Spiel als Kapitän auflaufen durfte, rettete acht Minuten später die knappe Führung: Dominik Krein war ein Rückpass misslungen, Schrimpf spritzte dazwischen, umkurvte Goalie Tom Unterhuber und hätte bei einem schnelleren Abschluss sicher das 1:1 gemacht. Dieses fiel kurz vor dem Pausenpfiff: Philipp Solleder tauchte rechts vor Unterhuber auf und düpierte den Freilassinger Keeper – zur Überraschung aller – durchs kurze Torwarteck. Markus Prechtl hatte in letzter Sekunde gegrätscht und der abgefälschten Kugel dadurch einen kuriosen Effet verpasst – 1:1 (44.). Ein Ping-Pong-Treffer von Mark Kremer führte allerdings noch vor dem Pausenpfiff – quasi vom Anstoß weg – zur erneuten ESV-Führung (45.).

Kurz nach Wiederbeginn prallte Unterhuber mit einem Mitspieler zusammen und musste verletzt passen, Matej Markovic ersetzte ihn (51.). Garmisch versuchte auch in Hälfte zwei alles, blieb aber zu harmlos. Der ESV agierte abgeklärt, ließ kaum etwas anbrennen. Einen Super-Konter der Gäste bereinigte Markovic im Eins-gegen-eins, die folgende Ecke führte über Umwege und letztlich erneut Solleder trotzdem zum erneuten Ausgleich (61.). Das Dahinplätschern mündete in der letzten Sekunde der Nachspielzeit noch zu einem latenten Aufreger: Joker Hansi Spatzenegger konterte nach einer Gäste-Ecke allein auf den leeren Kasten zu – FC-Schlussmann David Salcher war beim Standard zuvor mit nach vorn gegangen – „vergaß“ jedoch im Laufen, den 3:2-Siegtreffer zu markieren.

Freilassing beschloss die Spielzeit ohne wichtige Leistungsträger wie Kapitän Simon Schlosser, Tobi Schindler oder Maxi Streibl auf Rang 12. Noch in der Nacht begab sich der ESV-Tross zu einer dreitägigen Saison-Abschlussfeier nach Jesolo.

ESV Freilassing: Unterhuber (51. Markovic), Niederstraßer, Wieser, Bischoff, Frisch (77. Frisch), Kremer (72. Kryezi), Krein, Prechtl (77. Bajgora), Bageritz (72. Spatzenegger), Portenkirchner, Hafner.

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